Förderprogramm „Amt Niemegk vernetzt“
Maerker Amt Niemegk
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Startschuss für das Projekt „Errichtung eines Familienzentrum“

19.04.2017

Am 28.03.2017 erhielt die Stadt Niemegk den Zuwendungsbescheid des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF). Das Projekt beinhaltet ein Gesamtvolumen i. H. v. 450.688,70 €. Durch die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER erhält die Stadt Niemegk eine Zuwendung i. H. v. 338.016,52 €.

 

Notwendigkeit des Vorhabens

Ein lange Jahre brach liegendes Gebäude soll dauerhaft als Familienzentrum, Bibliothek und Schulküche genutzt werden und steht dann als öffentliches Gebäude mit einem sozialpädagogisch begleiteten Angebot Kindern, Jugendlichen, Eltern und auch der Großelterngeneration zur Verfügung.

 

Der „Alte Hort“ stand von 2005 bis 2015 leer. Ein Teil des Gebäudes wurde zur Zwischennutzung während der Schulsanierung teilsaniert (Trockenlegung, Innenausbau).  Mit Fertigstellung der Schule würden diese nun ertüchtigten Räume wieder leer stehen.

 

Gleichzeitig benötigt das Familienzentrum des Amtes Niemegk einen festen Standort. Das Konzept sieht vor, auch mobil in allen Teilen des Amtes Niemegk aktiv zu sein, aber ein festes Zuhause für das Familienzentrum hat sich als notwendig erwiesen. Für die pädagogische Arbeit ist es sinnvoll, vielfältige Arbeitsmaterialien vor Ort zu haben sowie einen geschützten Raum, an dem insbesondere Kinder und Eltern sich öffnen und entwickeln können.

 

Das Familienzentrum hat seit seiner Gründung vor drei Jahren merklich zur Attraktivierung des Amtes Niemegk als Wohn- und Lebensort beigetragen. Es wurde von den Bürgerinnen und Bürgern auch als wichtiges Signal dafür wahrgenommen, dass in ihre Dörfer, Gemeinden und ihre Stadt Niemegk investiert wird und dass ihre Region Zukunft hat. Die Angebote des Familienzentrums und die Wirkung der Arbeit seiner Mitarbeiterinnen schaffen eine unmittelbare Zunahme an Lebensqualität, fördern bürgerschaftliches Engagement und fördern die dörfliche und landstädtische Entwicklung.

 

Da es zur Strategie des Landkreises Potsdam-Mittelmark gehört, in jedem Sozialraum ein Familienzentrum vorzuhalten, steht das Familienzentrum in keiner Konkurrenz zu ähnlichen Angeboten. Ganz im Gegenteil braucht die breite Spanne der Zielgruppe und die Vielfältigkeit der Aufgaben durchaus noch weitere sozialpädagogische Akteure vor Ort, zum Beispiel eine Fachkraft für Jugendsozialarbeit. 

 

Familienzentren sind präventive Angebote für Familien. Ein Fokus der Arbeit ist die Stärkung von Erziehungskompetenzen bei Eltern und das niedrigschwellige Angebot an Beratung und Unterstützung. Geschlechtergerechtigkeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie geschlechtsbewusste Erziehung sind Basis unserer Arbeit. Besonderes Augenmerk gilt Familien in schwierigen Lebenslagen, Alleinerziehenden, Menschen mit Behinderungen und Migrationserfahrung etc. Das Gebäude muss daher zwingend barrierefrei ausgebaut werden.

 

Familienzentren sind Schnittstellen im Netz der sozialen Akteure vor Ort und für die Fachkräfte innerhalb des Sozialraumes. Kita, Schule, Hort, Jugendamt/Landkreis Potsdam-Mittelmark, Kommunalverwaltung – die Familienzentren sind ein Dreh- und Angelpunkt für die Zusammenarbeit.

 

Die Lage des Gebäudes „Alter Hort“ ist sehr günstig. Es liegt zwischen Kita und Grundschule Niemegk, gegenüber eines großen Spielplatzes, in der Nähe des Sportplatzes. Die Schulküche und Kantine befinden sich im gleichen Gebäude. 

 

Das Familienzentrum arbeitet seit Dezember 2012 sehr erfolgreich vor Ort, derzeit sind dort zwei Sozialpädagoginnen beschäftigt. Angebote und Veranstaltungen werden von Menschen aller Altersgruppen gut besucht, insbesondere von Familien mit Kindern. Es handelt sich also um eine etablierte Einrichtung, die einerseits räumlich gefestigt und verstetigt wird und weiterhin gemeinsam mit Schulküche und Stadtbibliothek, die auch in den „alten Hort“ mit einziehen soll, zu einem attraktiven Standort für Kinder und Familien erweitert werden soll. Die Einrichtungen würden sich inhaltlich gegenseitig bereichern, in Bezug auf die Besucher und Besucherinnen käme es zu Synergieeffekten. Wer im Familienzentrum ist, schaut auch in der Bibliothek vorbei und umgekehrt. Durch die Nähe zu Schule, Hort, Kita und Sportplatz mit vielen Vereinen wird die Zusammenarbeit der pädagogischen Fachkräfte erleichtert. Es bestehen bereits Kooperationen mit Hort und den beiden Kitas, eine besonders enge Zusammenarbeit findet mit der Schulsozialarbeit statt. Gemeinsam mit der Schule wurde eine Töpferwerkstatt eingerichtet, die sowohl von Familienzentrum als auch von Lehrern genutzt wird.

 

Im Gebäude „Alter Hort“ stehen 4 große Räume plus Küche zur Verfügung, ein Raum soll als Töpferwerkstatt genutzt werden, ein Raum wird für die Bibliothek gebraucht. Bleibt ein Raum für Bewegungsangebote und ein Büro- und Beratungsraum. Toiletten müssen eingebaut werden.

 

Die ins Familienzentrum integrierte Schulküche benötigt einen leistungsstärkeren Stromanschluss, einen neuen Fußboden und barrierefreie Zugänge.

Dadurch soll eine Verbesserung der Qualität des Essens erzielt werden sowie die Aufenthaltsqualität im Speisesaal verbessert werden. Die Lärmbelastung ist derzeit für alle Mitarbeiter und Nutzer, insbesondere die Kinder, Jugendlichen und Pädagoginnen, die hier täglich ihr Mittagessen zu sich nehmen, ausgesprochen hoch. Weiterhin braucht es die Barrierefreiheit, um die Teilhabe für alle Kinder und Erwachsenen zu ermöglichen. Der Betrieb der Küche als regionaler Versorger soll durch diese Maßnahmen gefestigt und ausgebaut werden. Zudem wird die Grundschule barrierefrei hergerichtet, weshalb es dann auch gehbehinderten Schülern ermöglicht werden sollte, ihr Essen in der Schulküche einzunehmen.

 

Der Außenbereich soll gemeinsam genutzt werden. Dafür muss ein Teil Betonfläche entsiegelt werden und mit Rasen, Beerensträuchern und weiteren Gehölzen bepflanzt werden. Einige Sitzgelegenheiten sowie eine Kräuterspirale und ein Gemüsehochbeet sind geplant, um mit den Kindern gemeinsam exemplarisch Obst, Kräuter und Gemüse anzubauen, die dann in der Küche verarbeitet werden.

 

Um die Sanierung des Gebäudes richtig abzuschließen, ist es sinnvoll, den rechten Gebäudeteil, der sich auf der Seite des Schützenplatzes befindet, abzureißen, denn die Bausubstanz ist sehr schlecht und auch der dort vorhandene Raum wird nicht benötigt. Der Sanierungsaufwand wäre bei dem Gebäudeteil extrem hoch, da die Wände auch feucht sind und man diese erst einmal in ihrer Grundsubstanz trocken legen müsste.

 

Zeitschiene

April 2017

Eingang des Zuwendungsbescheides des LELF

März 2017

Vor-Ort-Besichtigung des Objektes durch Mitarbeiter des Amtes Niemegk und des LELF

März 2017

Eingang der Baugenehmigung

Januar 2017

Antrag auf Zuwendung aus dem Kreisentwicklungsbudget für die Errichtung des Familienzentrum

Oktober 2016

der Amtsausschuss beschließt den Abschluss eines Mietvertrages mit der Stadt Niemegk für die Nutzung des künftigen Familienzentrums

August 2016

Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns durch das LELF

August 2016

Antrag für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn für die Installation des neuen Stromanschlusses in der Schulküche

Juli 2016

Antrag auf Baugenehmigung bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Potsdam- Mittelmark

Mai 2016

Antrag auf Gewährung einer Zuwendung für die Förderung von LEADER-       Vorhaben

März 2016

die Stadtverordnetenversammlung (SVV) beschließt das Projekt

Dezember 2015               

Positives Votum im zweiten Projektauswahlverfahren der LAG (Voraussetzung für einen Antrag beim LELF)

Oktober 2015

Antrag des Projekts bei der Lokale Aktionsgruppe (LAG) Fläming Havel e.V.

 

 

Weiterführende Links:

www.eler.brandenburg.de

ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm