Förderprogramm „Amt Niemegk vernetzt“
Maerker Amt Niemegk
Teilen auf Facebook   Teilen auf Twitter   Teilen auf Google+   Als Favorit hinzufügen   Link verschicken   Drucken
 

Fläming

Informationszeichen2

Der Fläming

Der Fläming ist ein eiszeitlich gebildeter Höhenzug und gleichzeitig eine historisch gewachsene Kulturlandschaft im südwestlichen Brandenburg und östlichen Sachsen-Anhalt.

 

Er erstreckt sich östlich von Magdeburg über mehr als 100 Kilometer bis zur Dahme. Der Fläming ist als 30 bis 50 Kilometer breiter Höhenrücken Teil des Südlichen Landrückens, der insbesondere in der Saaleeiszeit geformt wurde. Die Stadt Jüterbog gilt als Grenze zwischen dem Hohen Fläming im Westen und dem Niederen Fläming im Osten.

 

Die Landschaft des Fläming kennzeichnet eine flachwellige Acker- und Wiesenlandschaft, die in weiten Teilen typische Charakteristika eines Hügellands aufweist. Insbesondere im Hohen Fläming kommen ausgedehnte Waldlandschaften hinzu. Rund 50 % der Fläche sind landwirtschaftlich und 35 % forstwirtschaftlich genutzt.

 

Den Namen führt der Fläming nach den Flamen (Flemingen), die nach der Gründung der Mark Brandenburg 1157 und dem anschließenden Landesausbau in hoher Zahl den Höhenzug besiedelten. Jahrhundertelang stellte der Fläming den Grenzwall zwischen Slawen und Deutschen und anschließend zwischen Kursachsen und Brandenburg dar. Mit der Schlacht bei Hagelberg und der Schlacht bei Dennewitz fanden 1813 wichtige Schlachten im Befreiungskrieg gegen die französische Fremdherrschaft im Fläming statt. 1815 wurde nach der französischen und sächsischen Niederlage der gesamte Fläming dem Königreich Preußen eingegliedert.

 

Der dünnbesiedelte Landstrich und insbesondere die Lutherstadt Wittenberg gelten als früher Ausgangspunkt der Reformation. Mittelalterliche Feldsteinkirchen prägen das Bild vieler Dörfer. Seit den 1990er Jahren haben sich in der land- und forstwirtschaftlich dominierten Hügellandschaft vielfältige touristische Infrastrukturen herausgebildet wie beispielsweise die Flaeming-Skate, einer der längsten Rundkurse seiner Art. Der Naturpark Hoher Fläming und mit ersten Angeboten auch der im Jahr 2005 erklärte Naturpark Fläming stellen eine Vielzahl von Touren, Wanderungen und Reiterwegen bereit.

 

Im oder am Rande des Flämings liegen:

 

die Städte: Ziesar, Bad Belzig, Niemegk, Treuenbrietzen, Jüterbog, Baruth/Mark, Dahme/Mark, Wittenberg, Loburg, Möckern und Zerbst/Anhalt; die Gemeinden Wiesenburg/Mark, Rabenstein, Niedergörsdorf, Niederer Fläming und Ihlow; die Verwaltungsgemeinschaften Coswig, Elbe-Ehle-Nuthe, Möckern-Loburg-Fläming und Elbaue-Fläming. Auf Sachsen-Anhalter Seite haben die Landkreise Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld und Jerichower Land, auf Brandenburger Seite die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming Anteil am Fläming. Auf der Brandenburger Seite liegt ferner ein geringer Flächenanteil im Nordostzipfel des Landkreises Elbe-Elster, hier gehört die Stadt Schönewalde mit den nördlich des Schweinitzer Fließes eingegliederten Dörfern zum Höhenzug. Und auch die Gemeinde Steinreich im äußersten Westen des Landkreises Dahme-Spreewald zählt zum Fläming.