Förderprogramm „Amt Niemegk vernetzt“
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Der Fläming

 

Lage des Flämings

 

Lage Fläming

 

Die naturräumlichen Grenzen des Flämings können recht genau festgelegt werden:

 

Die Nord- und Südgrenze bilden Urstromtäler. Im Norden ist es das Baruther Urstromtal, im Süden das Breslau-Magdeburg-Bremer Urstromtal, welches hier von der Elbe durchflossen wird. Die Westgrenze kann mit dem Elbetal bei Magdeburg gezogen werden. Im Osten und Südosten werden allgemein das Dahmefließ mit dem gleichnamigen Städtchen sowie das sich südlich anschließende Schweinitzer Fließ als Grenze angegeben.

 

Während die naturräumlichen Grenzziehungen relativ scharf sind, ist eine Abgrenzung der historischen Kulturlandschaft Fläming mit Unsicherheiten verbunden. So reichen seine kulturellen Einflüsse (zum Beispiel Gestaltung und Bauart der Dörfer) bis in das nördlich gelegene Baruther Urstromtal hinein, während sich die Dörfer in unmittelbarer Nähe von Magdeburg meistens nicht dem Fläming zugehörig fühlen. Dennoch stimmt die Kulturlandschaft Fläming in etwa mit der skizzierten Naturlandschaft überein.

 

Im Einzelnen lässt sich der Fläming naturräumlich wie folgt weiter untergliedern:

 

  • Der zentrale Teil um Bad Belzig wird Hoher Fläming genannt (Mittelpunktkoordinaten: 52° 0′ N, 12° 40′ O5212.666666666667200).
  • Die Stadt Jüterbog gilt allgemein als Grenze zwischen dem Hohen Fläming im Westen und dem Niederen Fläming im Osten; dabei umfasst der Hohe Fläming rund zwei Drittel, der Niedere Fläming rund ein Drittel der Gesamtfläche.
  • Im Westen schließt sich der Burg-Ziesarer Vorfläming an.
  • Im Südwesten liegt das Zerbster Land mit den Leitzkauer Höhen.
  • Der Roßlau-Wittenberger Vorfläming im Süden kann mit unterschiedlichen Flächenanteilen (je nach Auffassung) sowohl dem Hohen als auch dem Niederen Fläming zugeordnet werden.

 

Hagelberg

 

Die höchste Erhebung des Hohen Flämings ist nach neuesten Messungen mit 200 Metern über NN der Hagelberg. Jahrzehntelang galt amtlich eine Höhe, die aufgerundet 201 Meter betrug. In Sachsen-Anhalt ragt der Michelsberg bei Grabo (ca. 10 Kilometer nördlich von Wittenberg) mit 185 Metern am höchsten empor. Die höchste Erhebung des Niederen Flämings ist der Golmberg östlich von Jüterbog und nördlich von Petkus mit 178 Metern über NN.

 

Flaeming-Skate mit Blick auf den Golmberg, 178 Meter

 

 

Verkehrswege

 

Flughäfen gibt es in näherer Umgebung des Flämings nicht. Am nächsten liegen die Verkehrsflughäfen Berlin-Schönefeld und Leipzig/Halle.

Im ausgedehnten Busnetz bildet Bad Belzig einen Knotenpunkt mit einem Busbahnhof. Durch den Höhenzug verlaufen der Europäische Fernwanderweg E11 (Niederlande - Masuren) und der Europaradweg Euroroute R1 (Calais - Sankt Petersburg).

 

 

Veraltete Anschauungen zur Entstehung des Flämings

 

In der populärwissenschaftlichen Literatur und im Alltagsgebrauch sind bis heute zwei Theorien zur Entstehung des Flämings weit verbreitet, die mittlerweile als überholt gelten:

 

Der Satz „Der Fläming ist eine Endmoräne“ vereinfacht die Entstehung des Gebietes und wird den Prozessen, die zur Entstehung der heutigen Landschaft führten, nicht gerecht. Vielmehr ist der Fläming ein eiszeitlich gebildeter Höhenzug, der sowohl Grundmoränen, Endmoränen als auch Sander umfasst.

Die hin und wieder vertretene These, der Fläming sei tektonisch angelegt und eher ein Bruchschollengebirge mit variszischem Kern, kann auf Grund von Tiefbohrungen als widerlegt gelten. Die Schichten der Kreide und des Tertiärs befinden sich sowohl unter dem Fläming als auch in seinem unmittelbaren Umland in gleicher Höhenlage und sind damit ungestört.