Förderprogramm „Amt Niemegk vernetzt“
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Der Fläming

 

Hydrografie und Klima

 

Flüsse und Gewässer

Klein Briesener Bach

Über den Fläming verläuft von West nach Ost die regional bedeutende Wasserscheide zwischen den Gewässern, die nach Süden oder Westen direkt in die Elbe fließen und den Zuflüssen der Havel und Spree, die nach Norden gerichtet sind. Weiterhin ist der Fläming der wichtigste Bildungsraum für Grundwasser im östlichen Sachsen-Anhalt und südlichen Brandenburg und besitzt daher auch über sein Territorium hinaus eine große Bedeutung für die Wasserwirtschaft.

 

 

Der Fläming gilt als relativ arm an Fließgewässern. Insbesondere in seinen zentralen Teilen sind die meisten Täler Trockentäler, die nur in Ausnahmesituationen (z. B. Schneeschmelze über tief gefrorenem Untergrund) Wasser führen. Erst in den tiefer gelegenen Randregionen treten mehr und mehr Fließgewässer auf. Am unmittelbaren Rand des Flämings existieren schließlich zahlreiche Quellregionen und Feuchtgebiete, die aber nur noch bedingt zum Fläming gerechnet werden.

 

Der Fläming wird von folgenden natürlichen Fließen und Bächen zum Flusssystem der Havel und Spree entwässert (im Uhrzeigersinn):

 

  • Bache
  • Buckau
  • Plane
  • Nuthe/Nieplitz
  • Dahme

 

Der Elbe direkt tributär sind folgende Fließe (gegen den Uhrzeigersinn):

 

  • Ihle
  • Ehle
  • Anhalter Nuthe
  • Rossel
  • Schweinitzer Fließ (über die Schwarze Elster)

 

Einige der aufgezählten Fließgewässer haben kleinere Zuflüsse oder tragen lokal abweichende Bezeichnungen. Zusätzlich gibt es zahlreiche von Menschenhand angelegte Entwässerungsgräben.

 

 

Klima

 

Der Fläming liegt, wie die umgebenden Regionen auch, im Übergangsbereich vom ozeanischen Klima Westeuropas zum kontinentalen Klima Osteuropas. Die klimatischen Unterschiede zu seinem Umland sind gering, jedoch bei bestimmten Wetterlagen deutlich zu spüren.

 

 

Temperatur

 

Wärmster Monat ist der Juli mit 17 bis 18 °C, kältester der Januar mit −1 bis −2 °C. Verglichen mit seinem Umland ist der Fläming auf Grund seiner Höhenlage insgesamt etwas kälter (etwa 1 °C). Vor allem im Winter macht sich dies bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bemerkbar, wenn auf dem Fläming schon bzw. noch Schnee liegt, währenddessen das Umland frei davon ist. Die Temperaturverteilung zwischen Fläming und Umland kehrt sich jedoch bei wolkenlosen oder -armen Strahlungswetterlagen um. Dies gilt vor allem in den Übergangsjahreszeiten. Dann fließt gerade wegen seiner relativen Höhenlage die Kaltluft vom Fläming ab und sammelt sich in den umgebenden Niederungen. Diese sind damit deutlich anfälliger gegenüber Früh- und Spätfrösten.

 

 

Niederschlag

Fläming im Oktober-Nebel, Blick vom Hagelberg nach Klein-Glien

Der Hohe Fläming empfängt etwa 650 mm Niederschlag im Jahr. Die tiefer gelegenen Gebiete sind mit etwa 600 bis 550 mm trockener. Nördlich und östlich des Hohen Flämings macht sich ein, wenn auch bescheidener, Regenschatteneffekt bemerkbar. Das Baruther Urstromtal empfängt deshalb unter 550 mm Niederschlag im Jahr. Auch die höheren Bereiche des Niederen Flämings – annähernd so hoch wie der Hohe Fläming – sind, bedingt durch den Regenschatten, mit etwa 550 bis 600 mm Jahresniederschlag vergleichsweise trocken. Im westlichen Fläming nahe Magdeburgs wirkt sich bereits der ungleich kräftigere Regenschatten des Harzes aus. Diese Regionen erhalten nur unwesentlich mehr als 500 mm Niederschlag, vereinzelt sogar darunter.

 

 

Weitere Witterungserscheinungen

 

Die Höhenlage des Flämings wirkt sich sowohl auf die Wind- als auch auf die Nebelverhältnisse aus. Er ist deutlich windiger und nebelärmer als sein Umland.