Förderprogramm „Amt Niemegk vernetzt“
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Der Fläming

 

Kulturgüter des Flämings

 

Feldsteinkirchen

 

Kirche Rädigke

Typische Bauten für den Fläming und seine Randgebiete sind die spätromanischen Feldsteinkirchen, die zu einem großen Teil aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammen, also auf die frühe Siedlungsperiode und den Landesausbau zurückgehen. Das Baumaterial lieferte die eiszeitlich geprägte Landschaft:

Findlinge und Lesesteine.

 

Rechts zu sehen ist die Kirche des Ortsteils Rädigke. Unterhalb dieses Textes, links, ebenfalls.

 

Die kaum behauenen Steine stapelten die Baumeister so geschickt, dass viele Bauwerke achthundert Jahre überdauert haben. Enorme Transport- und Konstruktionsarbeiten waren zu bewältigen. So besteht die Gruboer Kirche bei Wiesenburg, die nicht zu den größten Bauten zählt, aus 7.800 Steinen.

 

Kirche Rädigke 2

 

Kirche Dahnsdorf

Die Form reichte von der einteiligen rechteckigen Saalkirche wie im Niedergörsdorfer Ortsteil Dalichow bis zur kompletten vierzügigen Ausführung mit dem Schiff, einem oft mächtigen Querriegel beziehungsweise Turm, dem Chor und der Apsis wie in den Planetal Ortsteilen Dahnsdorf und Mörz. Die Art und Ausführung der Bauten hing von der Größe der Dörfer ab.

 

Rechts die Feldsteinkirche des Ortsteiles Dahnsdorf.

 

Besonders schöne und beeindruckende Beispiele bieten die Bauten in den Dörfern und heutigen Belziger Ortsteilen Borne, Lübnitz und Kuhlowitz sowie im Wiesenburger Ortsteil Grubo. In Leetza zwischen Zahna und Seyda steht eine denkmalgeschützte zweizügige Kirche aus einfacher Halle mit Turm aus dem 12. Jahrhundert. Zu den ältesten Gotteshäusern zählt ferner die Feldsteinkirche in Seehausen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

 

Kirche Raben

Feldsteinkirche im Ortsteil Raben

 

Nicht zu vergessen ist die St. Johannis-Kirche in der Stadt Niemegk.

 

Kirche Niemegk 1

St. Johannis-Kirche, im Blick das Rathaus von 1570

 

Kirche Niemegk 2Die St. Johannis-Kirche der Stadt Niemegk ist ein neugotisches Bauwerk aus Backstein nach einem Entwurf von Friedrich August Stüler. In der Kirche befinden sich ein Altartriptychon und Apsisfenster mit Glasgemälden von Gerhard Olbrich aus dem Jahre 1953.

 

 

 

Kirche Niemegk 3

St. Johannis-Kirche der Stadt Niemegk

 

Kirche Lühnsdorf  Kirche Haseloff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kirche im OT Haseloff

 

Kirche im OT Lühnsdorf

 

Unbedingt erwähnt werden muss auch die evangelische Kirche im Ortsteil Nichel. Diese wurde 1868 erbaut. Der Entwurf stammt ebenfalls von F. A. Stüler.

 

Kirche Nichel 1Kirche im OT Nichel

 

Kirche Nichel 2Kirche im OT Nichel

 

Hinzu kommen insbesondere im Anhalter Flämingteil einige Kirchen aus Bruchsteinen wie beispielsweise die Kirche in Wallwitz an der Ehle, die in die gleiche Entstehungsperiode fallen und die gleiche Baustruktur aufweisen. Neben den berühmten Feld- und Bruchsteinkirchen gibt es weitere architektonische Kostbarkeiten wie die Gotische Hallenkirche aus dem 14. Jahrhundert in Jüterbog, die Klosterkirche Zinna, die Gotteshäuser in Bad Belzig, Wittenberg und Zerbst, die Kirchen St. Laurentius und Unser Lieben Frauen in Loburg oder auch das Stift zum Heiligen Geist in Zahna. 

 

Weitere Kirchen und Klöster finden Sie [hier] oder wahlweise unter der Rubrik Tourismus im entsprechendem Menüunterpunkt.

 

 

Eine Auflistung von noch fehlenden Feldsteinkirchen außerhalb unseres Amtsgebietes finden Sie u. a. auch hier:

Liste der Feldsteinkirchen im Fläming