Förderprogramm „Amt Niemegk vernetzt“
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Kranepuhl

Vorschaubild

Ersterwähnung 1236 durch Helmvicus de Cranepule, Ort wird 1304 als „ville in cranepule“ genannt. 1640 war das Dorf im 30jährigen Krieg wüst. 1777 gab es 10 angesessene Einwohner als Ganz- und Halbhüfner und 1 Kossät. (1 Hufe ca. 10 ha). Der Ortsname kann abgeleitet werden von Kranichpuhl. Alte Belege dafür fehlen.

Kirche: Feldsteinbau aus dem 13. Jh. verändert im 16. Jh. mit Glocke von 1588.

Einwohner: 1817: 95; 1994: 158; 1995: 164; 1996: 160; 1999: 162

Fläche: 9.84 km²

Auch in Kranepuhl werden Brauchtum und Traditionen gepflegt. So findet jährlich zum 01. Mai das Reiterfest statt sowie im Sommer das Dorffest.

 

Zudem hat der Ort auch eine Chronik,erarbeitet von Rosalinde Rennebarth. Herausgeber der Chronik "Kranepuhl im Fläming - Beiträge zur Geschichte, zusammengestellt von Rosalinde Rennebarth" ist die Gemeinde Kranepuhl. Redaktion: Helga Kästner und Rosalinde Rennebarth; fotografische Gestaltung: Günter Kästner, unter Verwendung von Originalfotos und Reproduktionen von Einwohnern der Gemeinde und ehemaligen Kranepuhlern.

 

 

 


Veranstaltungen

29.11.​2018
18:30 Uhr
Offene Schneiderwerkstatt mit Frederike Gallagher
Gemeinsam nähen, Stoffe tauschen und voneinander lernen Für Eltern und Großeltern ... [mehr]
 
13.12.​2018
18:30 Uhr
Offene Schneiderwerkstatt mit Frederike Gallagher
Gemeinsam nähen, Stoffe tauschen und voneinander lernen Für Eltern und Großeltern ... [mehr]
 
14.12.​2018
15:30 Uhr
Nähkurs für Kinder und Eltern mit Frederike Gallagher
Erstes Nähen an der Nähmaschine für Kinder ab 9 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen ... [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

8. und 9. September 2018: 48 Stunden Fläming + Flämingmarkt in Raben

(03.09.2018)

Dieses Wochenende können Sie zum 12. Mal auf einer ca. anderthalbstündigen geführten Busrundtour die Naturschönheiten, Sehenswürdigkeiten und Aktionen des Hohen Flämings und zu einem großen Teil auch unseres Amtsgebietes erleben.

 

Die Busfahrt führt in diesem Jahr entlang der Burgenlinie Hoher Fläming von Bad Belzig über Kranepuhl (9.31 Uhr), Lühnsdorf (9.34 Uhr), Niemegk (9.40 Uhr), Rädigke (9.47 Uhr), Raben (9.54 Uhr) über Wiesenburg nach Bad Belzig. Die Busse fahren vom Bad Belziger Bahnhof ab 9:23 Uhr bis 17:23 Uhr alle 30 Minuten. Man kann am Ort seiner Wahl ein- und aussteigen und später wieder weiterfahren. Beispiele für einen Stopp könnten sein:

 

Kranepuhl

Dorffest mit musikalischem Frühschoppen auf dem Reitplatz Kranepuhl (nur So., 10–18 Uhr), dazu Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, Kaffee und selbstgebackener Kuchen der Landfrauen, Frauen-Senioren-Tanzgruppe tanzt um 11 Uhr und 14 Uhr. Offene Kirche (nur So., 9:30–16 Uhr) - Erläuterungen vor Ort durch Erika Belitz sowie Führung durch die Schweinerummel (nur So., 10–15 Uhr) mit Brigitte Thäle. Sie führt durch die eiszeitliche Schweinerummel und gibt Tipps zu gelenkschonendem Wandern (Treffpunkt: Bushaltestelle).

 

Lühnsdorf

… beim Dorfrundgang erleben (nur So., 10–17 Uhr). Die sanierte Kirche ist zur Besichtigung geöffnet. Dorfrundgang mit Fritz Moritz um 10:35 Uhr, Treffpunkt Bushaltestelle. Landhaus Alte Schmiede, Dorfstr. 13 (Sa., So., 12–21 Uhr): Landhausküche mit saisonalen Zutaten aus der Region, Garten mit Streichelzoo.

Wanderung über Buchholz nach Rädigke (Sa., So., 10–17 Uhr). Treff: 13 Uhr ab Kirche Lühnsdorf nach Buchholz. In der Buchholzer Kirche: Bilder-Ausstellung von Lisa Vogel, Kaffee und Kuchen, herzhafter Imbiss und kalte Getränke, ab 15 Uhr dann in der Kirche Buchholz Wanderung nach Rädigke.  Anmeldungen unter 0176 43020035.

 

Niemegk

Offenes Rathaus, Großstr. 6 (Sa., So., 10–17 Uhr)
  • Individuelle Besichtigung eines der ältesten und schönsten Renaissance-Rathäuser Brandenburgs

  • Kaffee, Kuchen, Speisen und Kaltgetränke auf dem Marktplatz

 

Stadtführung in Niemegk, Kirchplatz (Sa., So.)

Kurze Stadtführung in Kirche und Rathaus

Treffpunkt: Kirchplatz, vor der Kirche, Dauer ca. 20 min

  • Nach Ankunft der Busse um 10:40, 13:40 und 15:40 Uhr

  • Spende von 1 € p. P. für einen guten Zweck

 

Stadtnahe Wanderung mit Dietmar Grünert (Sa., So., 10:40–13 Uhr)

Führung durch den historischen Stadtkern Niemegks bis zum alten Wasserturm, zur Postmeilensäule und weiter hinaus in eine weite Wiesenlandschaft mit schönen Ausblicken, Treffpunkt: Marktplatz

 

Offener Hof bei Dachdecker Lutsch, Großstraße 64 (Sa., So., 10–17 Uhr)

Ausstellung historischer Dachziegel und Werkzeuge auf dem Hof

 

St. Johannis-Kirche & die Königin der Instrumente von innen betrachtet, Kirchplatz (Sa., So., 10–18 Uhr)
  • Dreischiffiger neugotischer Backsteinbau

  • Die neu restaurierte Niemegker Baer-Orgel stellt das größte Musikinstrument im LK PM dar.

  • Führung immer zur vollen Stunde

  • Um Spenden zur weiteren Restaurierung der Orgel wird gebeten.

  • Ausstellung von Bildern, Geschichten und Material der Niemegker Chöre sowie über die Geschichte des Niemegker Orgelbaus seit 1787

 

Samstag, 14:30–15:30 Uhr:

  • „Bach und Mendelssohn“ Orgelkonzert, Johannes Stolte

 

Sonntag, 14:30–15:30 Uhr:

  • „Orgelmatinee“ bei Kaffee und Kuchen

 

 

Offener Hof mit Trödelmarkt und Vorführungen, Belziger Str. 3 (Sa., So. von 10–17 Uhr)
  • kleiner Flohmarkt auf dem Innenhof mit Handarbeit

  • Vorführung von Stuhlflechtarbeiten

 

Rädigke

Gasthof Moritz mit Fläming-Bibliothek & Pension, Hauptstr. 40 (Sa., So. ab 11 Uhr)

Genießen Sie regionale Küche im traditionsreichen Landgasthof. Eine Besonderheit ist die Fläming-Bibliothek im alten Saal.

Historische Landmaschinen und landwirtsch. Geräte auf dem Hof; Übernachtungsmöglichkeit, Tel. 033848 60292

 

Offener LothsHof, Hauptstraße 17 (Sa., So., 10-16 Uhr)

• Detailgerechte Sanierung eines Vierseithofes mit Dokumentation

• Darstellung der Historie von Rädigke auf sechs Schautafeln

 

Hofführung und Seifenmanufaktur im Dornberger Hof, Hauptstraße 43 (Sa., So., 10–16 Uhr)

Mit viel Enthusiasmus und Mut wurden gewachsene Baustrukturen erhalten und nun der Zeit entsprechend genutzt.

Seifenmanufaktur: Edle handgefertigte Seife und Pflege mit Zutaten aus Bio-Anbau, Fachinformation durch Ingrid Loebel.

 

Spur der Lesesteine - Führung mit Dr. Bernd Fredrich, (nur Sa., 11 und 13 Uhr)

Locker-leichter Spaziergang rund um das Dorf mit vielen komischen Gedichten und kurzen Erläuterungen zu den

Lesesteinen am Wege sowie etwas Dorfhistorie; Spenden werden gern gesehen. Treffpunkt: Gasthof Moritz, Dauer: ca. 1,5 Std. (1,4 km)

 

Raben

Zwischen 11 und 18 Uhr werden vielfältige kulinarische, kulturelle und handwerkliche Angebote auf dem Festgelände im historischen Ortskern präsentiert. Alte Handwerkstechniken wie Schnitzen, Töpfern, Spinnen oder Mehl mahlen werden vorgeführt. Neben Kartoffelspezialitäten - ob als Marmelade, Puffer oder Schnaps - erfreuen Wildbockwurst und frisch geräucherter Fisch den Gaumen. Tanzgruppen, Blasorchester und Chöre bieten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm für Alt und Jung. Während die kleinen Gäste beim Basteln, Karussell fahren oder Seidenmalerei aktiv werden können, haben Besucher die Möglichkeit, Handwerkern über die Schulter zu schauen und nach ausgefallenen Geschenken zu stöbern. Auch das Naturparkzentrum Hoher Fläming, die Kirche und die Burg Rabenstein laden zu einem Besuch ein. Eintritt frei.

 

Im Überblick:

• Keramik und Töpferwaren

• Korbwaren, Holzdesign, Stauden und Gewächse

• Fisch aus Flämingbächen frisch aus dem Rauch

• Spezialitäten von Damwild und Ziege

• Feinkost, Öle und Fruchtaufstriche

 

Rund um die Knolle

• Traditionelle Kartoffelspezialitäten von regionalen Köchen

• Kartoffeln direkt vom Acker

• Kartoffelsortenschau

 

Vorführungen von altem Handwerk und Brauchtum

• Spinnen, Filzen, Töpfern

• Holzkunst, Stellmacherei

• Müllerhandwerk

 

Unterhaltung

• Basteln, Seidenmalerei und mehr - nicht nur für Kinder

• Karussell, Ballwerfen und Entenangeln

• Buntes Programm mit Musik, Tanz, Gesang und vielen Überraschungen im Festzelt sowie in der Kirche

 

Besuchen Sie auch

• die Feuerwehr mit Familienprogramm

• die offene Kirche mit Konzerten

• das Naturparkzentrum mit Erlebnisausstellung

• die Burg Rabenstein mit Restaurant und Turm

 

 

Nutzen Sie die Chance und steigen Sie in den Bus und erkunden unsere schöne Heimat!
Besuchen Sie unsere Region auch an anderen Wochenenden und nutzen Sie die Burgenlinie.

[Faltblatt 48 Stunden]

[http://www.flaeming-havel.de/LAG-FH/Flaemingmarkt/K555.htm]

[http://www.flaeming-havel.de/LAG-FH/48-Stunden-Flaeming/K639.htm]

Foto zu Meldung: 8. und 9. September 2018: 48 Stunden Fläming + Flämingmarkt in Raben

48 Stunden Fläming und Flämingmarkt

(07.06.2018)

Besuchen Sie Kranepuhl, Lühnsdorf, Niemegk, Rädigke und Raben während der Aktion 48 Stunden Fläming!

 

Am 8. und 9. September können Sie den Naturpark Hoher Fläming bequem mit dem Bus erkunden. Auf der Fahrt entlang der „Burgenlinie“ gibt es viel zu entdecken. Erfahren Sie Spannendes aus der über 1000-jährigen Geschichte von Bad Belzig bei einer Stadt- und Burgführung und tauchen

Sie ab ins Mittelalter bei einem Besuch des Museums auf Burg Eisenhardt. In der Niemegker Kirche können Sie die Königin der Instrumente von innen betrachten und dem Klang der restaurierten Orgel lauschen. Besuchen Sie das Naturparkzentrum in Raben und wandern Sie zur Burg Rabenstein. Erleben Sie die Herrscher der Lüfte bei einem Besuch der Falknerei. (…)

 

15. Flämingmarkt in Raben

Am 8. und 9. September 2018 lädt der Rabensteiner Ortsteil Raben zum traditionellen Flämingmarkt mit einem bunten Bühnenprogramm ein. Im historischen Ortskern rund um das Naturparkzentrum erwartet Sie an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr ein quirliges Markttreiben mit Überraschungen

für den Gaumen und vielen Geschenkideen in stimmungsvoller Umgebung. Der Eintritt ist frei.

 

Die Flyer dazu werden zurzeit gedruckt. Haben Sie also noch ein bisschen Geduld.

[Karte]

[www.flaeming-havel.de]

Foto zu Meldung: 48 Stunden Fläming und Flämingmarkt

Erneuerung der Deckschicht auf der B102 OU Dahnsdorf Abzweig Kranepuhl

(06.10.2017)

Erneuerung der Deckschicht auf der B102 OU Dahnsdorf Abzweig Kranepuhl

 

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, Regionalbereich West, lässt die Deckschicht auf der B 102 von der Ortsumgehung Dahnsdorf bis zum Abzweig nach Kranepuhl neu herstellen. Auf Grund der hohen Verkehrsbelastung weißt die Verschleißschicht Schäden auf. Die bauausführende Firma ist die Eurovia Verkehrsbau Union GmbH. Ab dem 30.10.2017 bis zum 10.11.2017 ist die B 102 voll gesperrt. Eine Umleitung von Dahnsdorf (K 6927) bis Kranepuhl (K 6930) und dann zur Kreuzung B 102 sowie entgegengesetzt ist ausgeschildert.

 

Der Landesbetrieb Straßenwesen bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit und Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

 

 

Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg
Dezernat BD Region West
Straßenmeisterei Bad Belzig
Niemegker Str. 74
14806 Bad Belzig

Tel.: 033841/62035
Fax.: 033841/62050

MAZ: Kreisheimatkalender soll zurück kommen

(30.04.2017)

Der Kreisheimatkalender für den Landkreis Potsdam-Mittelmark soll neu aufgelegt werden. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Mitgliederversammlung der Chronistenvereinigung des Kreises (CPM), das in Kranepuhl stattfand. Für die Umsetzung des Vorhabens ist bereits ein Redaktionsteam gebildet worden, das ein Konzept ausarbeiten und eingereichte Artikel für den Kalender einordnen soll. Angeregt wurde die Idee von Gunnar Neubert, der mit dem von ihm verantworteten Heimatkalender für Niemegk sehr viel Zuspruch erntet.

 

Darüber hinaus will sich der Vorstand damit beschäftigen, ob und wie die Ortschroniken künftig nicht nur gedruckt, sondern auch im Internet verfügbar gemacht werden können. Durch entsprechende Verlinkung würden so zum Beispiel auch die unterschiedlichen Nuancen bei den LPG-Gründungen in den einzelnen Orten für Außenstehende sichtbarer.

 

Wenig Veränderung bei der Wahl des Vorstands

Der Vorstand ist während des Treffens neu gewählt worden, große Veränderungen bei der Besetzung gab es jedoch nicht. Jaromir Schneider aus Tremsdorf ist für weitere zwei Jahre Vorsitzender des Vereins. Neben ihm wurden seine Vorstandskollegen Marianne Hadan aus Rädel und Ernst-Peter Rabenhorst aus Treuenbrietzen einstimmig gewählt. Chris Rappaport aus Deetz hatte für den Vorstand nicht mehr kandidiert.

 

Den Rahmen der Veranstaltung bildeten Vorträge über die Geschichte Kranepuhls. In Bild und Reimen ließen Erika Belitz und Anita Wedig die Festparade zu „775 Jahre Kranepuhl“ im August 2011 noch einmal aufleben. Damals hatten die 140 Einwohner die Geschichte ihres Ortes in lebendigen Bildern nachgestellt. Waren anfangs viele skeptisch gewesen, stellte am Ende fast jeder Haushalt ein Schaubild. Mehr als die Hälfte der Kranepuhler machten aktiv mit.

 

Zwei Erklärungen, woher „Kranepuhl“ kommt

„Hier muss man sich einig werden, sonst kommt man nicht zurecht“, erklärt Belitz das Zusammenrücken der Kranepuhler. In der Ortschronik von Rosalind Rennebarth werden übrigens zwei Erklärungen für den ungewöhnlichen Ortsnamen angeboten. Einmal könnte der Name eine Verkürzung von „Siedlung am Kranichpuhl“ sein. Tatsächlich lebt auch heute ein Kranichpärchen in der Umgebung des Ortes. Oder der Name verweist auf „Kraene Poel“ bei Bellem in Belgien.

Am Beispiel der LPG-Eintritte entspannte sich eine lebhafte Diskussion unter den Chronisten. Die Anwesenden hatten für ihre Orte durchaus unterschiedliche Erfahrungen recherchiert. Ein Treffen wie dieses hilft, ein Gesamtbild für die Region zu konstruieren.

 

Treffen auch offen für Nichtmitglieder

Der Ortschronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark gehören 40 Personen und vier Vereine an, der Heimatverein Deetz, der Heimatverein Glindow, der Dorfverein Buchholz/Zauche und der Heimatverein Derwitz.

Die Chronistenvereinigung wurde am 18. Februar 1998 gegründet und versteht sich als überregionaler Zusammenschluss von Ortschronisten, Heimatforschern und an Regionalgeschichte Interessierten – hauptsächlich auf dem Gebiet des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

Die Treffen sind offen für Nichtmitglieder. Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 17.Mai um 10 Uhr statt. Es soll um Information zur Geschichte des Antennenplatzes in Brück, die Besichtigung von Hackenhausen und des Kolonistendorfes Freienthal gehen.

 

Weitere Informationen im Internet unter www.chronistenvereinigung-pm.de

 

Für die kommenden Monate haben sich die Chronisten zu verschiedenen thematischen Treffen verabredet. In der Regel soll mit Ausnahme einer Sommer- und einer Weihnachtspause jeden Monat ein Treffen stattfinden, die meisten davon im Fläming.

Das ist aber nur ein Zufall, wie der Vorsitzende Jaromir Schneider zu verstehen gab: „Unsere Mitglieder sind über den gesamten Landkreis verteilt. Von daher kommen auch Vorschläge zu Treffen aus dem ganzen Kreis.“

 

Von Andreas Trunschke

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung

Veröffentlichung: 30.04.2017

 

 

MAZ: Kaum einer ackert so gut wie sie

(28.04.2017)
 

Zwei Nachwuchslandwirte aus dem Hohen Fläming sind beim Landesfinale des Berufswettbewerbs unter den besten zehn von insgesamt 200 Teilnehmern gelandet. Niklas Konicek aus Kranepuhl hat es auf den neunten, Richard Preuss aus Mörz auf den zehnten Platz geschafft.

 

Bei dem Wettbewerb treten die Azubis in einer Reihe von Aufgaben aus der Tier- und Pflanzenproduktion gegeneinander an. Auf dem Areal der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung in Groß Kreutz mussten sie berufstheoretische Fragen beantworten, eine Tierbegutachtung durchführen und ein Gespann aus Schlepper und Hänger fachgerecht zusammenbringen und bewegen.

 

Richard Preuss würde gerne in Rädigke bleiben

Als besonders anspruchsvoll hat Richard Preuss die sogenannte Ackerbonitur empfunden. Dabei mussten die Teilnehmer raus aufs Feld und das Getreide auf Krankheiten untersuchen. „Ich hatte mich mit dem Thema vorher noch nicht befasst, auch in der Schule war das noch nicht dran“, erzählt der 18-Jährige. Mit seiner Platzierung ist der Mörzer dennoch „sehr zufrieden“.

 

Der Azubi ist derzeit im zweiten Lehrjahr bei der Agrargenossenschaft Hoher Fläming Rädigke-Niemegk. Dass er einmal Landwirt wird, war für Preuss schnell klar. „Ich bin auf dem Dorf groß geworden, wir haben Zuhause selbst ein paar Pferde, Hühner und Hasen“, erzählt er. „Der Bezug war einfach immer da.“ Er schätzt an seinem zukünftigen Beruf, dass er den Tag an der frischen Luft verbringt und immer Abwechslung hat. „Egal ob bei der Tier- oder Pflanzenproduktion: Wir arbeiten im Team, das gefällt mir.“ Auch nach Abschluss seiner Ausbildung möchte Richard Preuss gerne in Rädigke bleiben und kann sich vorstellen, noch den Meister zu machen. Dann könnte er später selbst Jugendliche zu Landwirten ausbilden.

 

Vielseitige Ausbildung fordert Einsatzbereitschaft

Sich nach der Lehre weiter fortzubilden hat auch Niklas Konicek im Sinn. Der 19-Jährige befindet sich auf der Zielgeraden: Im August schließt er seine Ausbildung zum Landwirt bei der Produktivgenossenschaft Flämingrind in Kranepuhl ab. Anschließend würde Konicek gerne Agrarmanagement studieren. Der gebürtige Lütter ist nicht auf einem Hof groß geworden, hat aber in seiner Freizeit oft in einem Reitstall in Baitz geholfen, wie er erzählt. „Mit der Zeit habe ich dann auch häufiger auf dem Acker mitgearbeitet oder beim Stroh ausfahren geholfen – da hat sich der Berufswunsch entwickelt.“ Auch der Umgang mit großen Maschinen wie Maisstreuer oder Ballenpresse gefalle ihm, sagt Niklas Konicek. „Ich finde es gut, dass mir als Azubi so viel Vertrauen entgegengebracht wird.“

Aber nicht nur die große Technik muss mögen, wer Landwirt werden will. Auch die verschiedenen Aufgaben der Tierproduktion spielen während der Ausbildung eine wichtige Rolle. „Fütterung, Mutterkuh- und Schweinehaltung – das muss man mögen, können und verstehen“, sagt Florian Schulze, Ausbilder bei der Agrargenossenschaft Rädigke-Niemegk. „Der Beruf ist sehr vielseitig, erfordert aber zum Beispiel auch die Bereitschaft, an Feiertagen zu arbeiten.“ Gerade im Bereich der Tierproduktion sei es daher zunehmend schwieriger, Leute zu finden.

 

Die besten Azubis fahren zum Bundesfinale

Das Bundesfinale des Berufswettbewerbs findet vom 11. bis 16. Juni im mecklenburgischen Güstrow statt.

Die besten Landwirtschafts-Auszubildenden aus dem Land Brandenburg treffen bei diesem Ausschied auf die Sieger aller anderen Bundesländer.

Die Brandenburger Landesfinalisten, neben den beiden Azubis aus dem Hohen Fläming, stammen aus Betrieben in Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark), Birkholz (Barnim), Herzberg (Ostprignitz-Ruppin) und Altlüderdorf (Oberhavel).

Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend läuft in den Sparten Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Forstwirtschaft, Tierwirtschaft und Weinbau.

Die Agrargenossenschaft Rädigke-Niemegk nutzt daher auch regelmäßig den Zukunftstag, an dem Jungen und Mädchen aus ganz Brandenburg in unterschiedliche Berufe reinschnuppern können. In diesem Jahr hatten sich wieder 27 Schülerinnen und Schüler auf dem Hof angemeldet. „Der Zukunftstag ist eine gute Gelegenheit, um über Landwirtschaft zu sprechen“, sagt Schulze. „Man muss sich schon strecken, um Lehrlinge zu bekommen und den künftigen Azubis was bieten. Und nichts ist wichtiger als aufzuklären, was wir hier machen.“

Insgesamt sei die Zahl der Auszubildenden in der Landwirtschaft in Brandenburg in den vergangenen Jahren gestiegen, sagt Sebastian Scholze, Sprecher und Bildungsreferent des Landesbauernverbands Brandenburg (LBV). „Der Trend geht außerdem zu Azubis, die von Haus aus keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben – wie bei Niklas etwa.“ Auch würden sich zunehmend mehr Gymnasiasten nach dem Abitur für eine Lehre und gegen ein Studium entscheiden, sagt Scholze. „Natürlich kann es punktuell immer zu Schwierigkeiten kommen und es gibt hier und da Betriebe, die keine Azubis finden. Aber auch der Berufswettbewerb zeigt, dass es noch Jugendliche gibt, die den Beruf des Landwirtes als Berufung begreifen.“

 

Von Josephine Mühln

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung

Veröffentlichung: 28.04.2017