Förderprogramm „Amt Niemegk vernetzt“
Maerker Amt Niemegk
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Planetal

Dorfstraße in Mörz

Die Gemeinde Planetal besteht aus den Ortsteilen:


- Dahnsdorf
- Kranepuhl

- Locktow mit dem Gemeindeteil Ziezow
- Mörz.

Großstr. 6
14823 Niemegk


Aktuelle Meldungen

Startschuss für das Projekt „Sanierung der Waldstraße“

(02.05.2017)

Die Gemeinde Planetal erhielt am 13. Februar 2017 den Zuwendungsbescheid des Landesamtes für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) bezüglich der Sanierung der Waldstraße im Ortsteil Dahnsdorf.

 

Ziel ist der Ausbau der Waldstraße in der Gemeinde Planetal OT Dahnsdorf als ländlicher Wegebau auf 730m Länge und einer Fahrbreite von 3,50m gemäß D.2.3 - ländliche Infrastruktur der o. g. Richtlinie.

 

Das Projekt hat ein Gesamtvolumen i. H. v. 196.802,57 €. Durch die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER erhält die Gemeinde Planetal eine Zuwendung i. H. v. 132.841,73 €, welche sich aus Bundes- und Landesmitteln zusammensetzt. 

 

Weiterführende Links zu ELER:

www.eler.brandenburg.de

ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

 

 

Foto zu Meldung: Startschuss für das Projekt „Sanierung der Waldstraße“

MAZ: Kaum einer ackert so gut wie sie

(28.04.2017)
 

Zwei Nachwuchslandwirte aus dem Hohen Fläming sind beim Landesfinale des Berufswettbewerbs unter den besten zehn von insgesamt 200 Teilnehmern gelandet. Niklas Konicek aus Kranepuhl hat es auf den neunten, Richard Preuss aus Mörz auf den zehnten Platz geschafft.

 

Bei dem Wettbewerb treten die Azubis in einer Reihe von Aufgaben aus der Tier- und Pflanzenproduktion gegeneinander an. Auf dem Areal der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung in Groß Kreutz mussten sie berufstheoretische Fragen beantworten, eine Tierbegutachtung durchführen und ein Gespann aus Schlepper und Hänger fachgerecht zusammenbringen und bewegen.

 

Richard Preuss würde gerne in Rädigke bleiben

Als besonders anspruchsvoll hat Richard Preuss die sogenannte Ackerbonitur empfunden. Dabei mussten die Teilnehmer raus aufs Feld und das Getreide auf Krankheiten untersuchen. „Ich hatte mich mit dem Thema vorher noch nicht befasst, auch in der Schule war das noch nicht dran“, erzählt der 18-Jährige. Mit seiner Platzierung ist der Mörzer dennoch „sehr zufrieden“.

 

Der Azubi ist derzeit im zweiten Lehrjahr bei der Agrargenossenschaft Hoher Fläming Rädigke-Niemegk. Dass er einmal Landwirt wird, war für Preuss schnell klar. „Ich bin auf dem Dorf groß geworden, wir haben Zuhause selbst ein paar Pferde, Hühner und Hasen“, erzählt er. „Der Bezug war einfach immer da.“ Er schätzt an seinem zukünftigen Beruf, dass er den Tag an der frischen Luft verbringt und immer Abwechslung hat. „Egal ob bei der Tier- oder Pflanzenproduktion: Wir arbeiten im Team, das gefällt mir.“ Auch nach Abschluss seiner Ausbildung möchte Richard Preuss gerne in Rädigke bleiben und kann sich vorstellen, noch den Meister zu machen. Dann könnte er später selbst Jugendliche zu Landwirten ausbilden.

 

Vielseitige Ausbildung fordert Einsatzbereitschaft

Sich nach der Lehre weiter fortzubilden hat auch Niklas Konicek im Sinn. Der 19-Jährige befindet sich auf der Zielgeraden: Im August schließt er seine Ausbildung zum Landwirt bei der Produktivgenossenschaft Flämingrind in Kranepuhl ab. Anschließend würde Konicek gerne Agrarmanagement studieren. Der gebürtige Lütter ist nicht auf einem Hof groß geworden, hat aber in seiner Freizeit oft in einem Reitstall in Baitz geholfen, wie er erzählt. „Mit der Zeit habe ich dann auch häufiger auf dem Acker mitgearbeitet oder beim Stroh ausfahren geholfen – da hat sich der Berufswunsch entwickelt.“ Auch der Umgang mit großen Maschinen wie Maisstreuer oder Ballenpresse gefalle ihm, sagt Niklas Konicek. „Ich finde es gut, dass mir als Azubi so viel Vertrauen entgegengebracht wird.“

Aber nicht nur die große Technik muss mögen, wer Landwirt werden will. Auch die verschiedenen Aufgaben der Tierproduktion spielen während der Ausbildung eine wichtige Rolle. „Fütterung, Mutterkuh- und Schweinehaltung – das muss man mögen, können und verstehen“, sagt Florian Schulze, Ausbilder bei der Agrargenossenschaft Rädigke-Niemegk. „Der Beruf ist sehr vielseitig, erfordert aber zum Beispiel auch die Bereitschaft, an Feiertagen zu arbeiten.“ Gerade im Bereich der Tierproduktion sei es daher zunehmend schwieriger, Leute zu finden.

 

Die besten Azubis fahren zum Bundesfinale

Das Bundesfinale des Berufswettbewerbs findet vom 11. bis 16. Juni im mecklenburgischen Güstrow statt.

Die besten Landwirtschafts-Auszubildenden aus dem Land Brandenburg treffen bei diesem Ausschied auf die Sieger aller anderen Bundesländer.

Die Brandenburger Landesfinalisten, neben den beiden Azubis aus dem Hohen Fläming, stammen aus Betrieben in Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark), Birkholz (Barnim), Herzberg (Ostprignitz-Ruppin) und Altlüderdorf (Oberhavel).

Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend läuft in den Sparten Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Forstwirtschaft, Tierwirtschaft und Weinbau.

Die Agrargenossenschaft Rädigke-Niemegk nutzt daher auch regelmäßig den Zukunftstag, an dem Jungen und Mädchen aus ganz Brandenburg in unterschiedliche Berufe reinschnuppern können. In diesem Jahr hatten sich wieder 27 Schülerinnen und Schüler auf dem Hof angemeldet. „Der Zukunftstag ist eine gute Gelegenheit, um über Landwirtschaft zu sprechen“, sagt Schulze. „Man muss sich schon strecken, um Lehrlinge zu bekommen und den künftigen Azubis was bieten. Und nichts ist wichtiger als aufzuklären, was wir hier machen.“

Insgesamt sei die Zahl der Auszubildenden in der Landwirtschaft in Brandenburg in den vergangenen Jahren gestiegen, sagt Sebastian Scholze, Sprecher und Bildungsreferent des Landesbauernverbands Brandenburg (LBV). „Der Trend geht außerdem zu Azubis, die von Haus aus keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben – wie bei Niklas etwa.“ Auch würden sich zunehmend mehr Gymnasiasten nach dem Abitur für eine Lehre und gegen ein Studium entscheiden, sagt Scholze. „Natürlich kann es punktuell immer zu Schwierigkeiten kommen und es gibt hier und da Betriebe, die keine Azubis finden. Aber auch der Berufswettbewerb zeigt, dass es noch Jugendliche gibt, die den Beruf des Landwirtes als Berufung begreifen.“

 

Von Josephine Mühln

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung

Veröffentlichung: 28.04.2017