Förderprogramm „Amt Niemegk vernetzt“
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Rädigke

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Zu Rädigke gehört der Gemeindeteil Neuendorf

Ersterwähnung: 1135/36 mit Johann Rodeko. 1591 wird der Name Rödigke geschrieben. 1640 war das Dorf bis auf 1 Hüfner wüst. 1837 standen wieder 20 Wohnhäuser. SÖ von Rädigke liegt eine kegelförmige Erhebung, 25 m im Durchmesser am Planetal, worauf in früherer Zeit wahrscheinlich ein Wachturm stand (frühdt. Funde lassen darauf schließen). Rädigke ist eine slaw. Siedlung. Die Deutung des Ortnamens wird oft mit Reetz, Redice verwechselt und ist bisher nicht geklärt. 1969 wurde der Ort Neuendorf eingemeindet.

Kirche: Feldsteinbau aus dem 13. Jh.

Einwohner: 1817: 133; 1994: 316; 1995: 293; 1996: 287; 1999: 263

Fläche: 22,74 km²

Rädigke, eine kleine Gemeinde mit ca.200 Einwohnern (ca.300 mit Neuendorf), liegt im schönen Planetal mitten im Naturpark Hoher Fläming. Der Ort gehört zum Amt Niemegk und befindet sich somit im Landkreis Potsdam-Mittelmark mit der Kreisstadt Belzig. 1161 erstmals erwähnt, hatte es in frühester "Jugend" eine bedeutende Stellung, strategisch günstig gelegen durch die Fuhrt über die Plane (Pferdebrücke) und durch die bis in deutsche Zeit gehaltene slawische Vorherrschaft. Fest steht jedenfalls, dass Rädigke 1461 die Gemarkungen der verlassenen Orte Neu-Niemegk und Wilzhagen zugeschlagen bekam und dass sich 1591 13 besessene Männer aufmachten, die Gemarkung von Wulkow aufzuteilen. Damit hatte Rädigke die größte Gemarkung im Amte Rabenstein. Im 30jährigen Krieg verwüstet hat es laut Reiterbericht von 1648 11 Jahre öde und wüst gelegen. Im Flurbuch von 1804 ist die Zahl 13 immer noch aktuell, denn es werden 13 Höfe offiziell genannt. Erst nach dem Wiener Kongress 1815, als Rädigke als Kriegsbeute von Sachsen an Preußen überging, erweiterte sich das Dorf in Richtung Neuendorf und Klein-Marzehns. Nach 1945 wurden die Siedlungshöfe in der Werderstraße gebaut und in den 60er und 70er Jahren kamen die Ställe und Lagerhallen am Ortseingang aus Richtung Neuendorf dazu.

In Rädigke gibt es einen Campingplatz, der guten Zuspruch auch von Campern aus dem Ausland hat. Mitten im Dorf befindet sich ein kleines Mufflongehege, das hauptsächlich für die Kinder reizvoll ist. Feste zu feiern versteht man auch in Rädigke. Das Pfingstgelage, ein Volksfest mit Musik und Tanz, wird alljährlich durchgeführt.

Neuendorf
Ersterwähnung 1375 als Dorf (villa) Nyendorp. Schreibart ändert sich in „Nawendorff“, Newendorff hin zu Neuendorf. 1540 gab es 10 Hüfner, von denen 5 abgebrannt waren. Der Dorfname ist von „neu errichtetes Dorf“ abzuleiten. In der Nähe lag das wüste Dorf „Pardietz“, jetzt Niemegker Feldmark „Patitz“. 1837 standen 18 Wohnhäuser, 1900 24.

Kirche: Feldsteinbau aus dem 13. Jh. mit Wandmalereien aus dem 16. Jh.

Einwohner: 1817: 101; 1996: 104
Für eine Wanderung laden die Neuendorfer Rummeln, die sich 1 km südlich des Dorfes befinden, ein. Die Rummeln, als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, sind Trockentäler, stammen aus der letzten Eiszeit und wurden von den Gletschern hier her transportiert.


Aktuelle Meldungen

8. und 9. September 2018: 48 Stunden Fläming + Flämingmarkt in Raben

(03.09.2018)

Dieses Wochenende können Sie zum 12. Mal auf einer ca. anderthalbstündigen geführten Busrundtour die Naturschönheiten, Sehenswürdigkeiten und Aktionen des Hohen Flämings und zu einem großen Teil auch unseres Amtsgebietes erleben.

 

Die Busfahrt führt in diesem Jahr entlang der Burgenlinie Hoher Fläming von Bad Belzig über Kranepuhl (9.31 Uhr), Lühnsdorf (9.34 Uhr), Niemegk (9.40 Uhr), Rädigke (9.47 Uhr), Raben (9.54 Uhr) über Wiesenburg nach Bad Belzig. Die Busse fahren vom Bad Belziger Bahnhof ab 9:23 Uhr bis 17:23 Uhr alle 30 Minuten. Man kann am Ort seiner Wahl ein- und aussteigen und später wieder weiterfahren. Beispiele für einen Stopp könnten sein:

 

Kranepuhl

Dorffest mit musikalischem Frühschoppen auf dem Reitplatz Kranepuhl (nur So., 10–18 Uhr), dazu Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, Kaffee und selbstgebackener Kuchen der Landfrauen, Frauen-Senioren-Tanzgruppe tanzt um 11 Uhr und 14 Uhr. Offene Kirche (nur So., 9:30–16 Uhr) - Erläuterungen vor Ort durch Erika Belitz sowie Führung durch die Schweinerummel (nur So., 10–15 Uhr) mit Brigitte Thäle. Sie führt durch die eiszeitliche Schweinerummel und gibt Tipps zu gelenkschonendem Wandern (Treffpunkt: Bushaltestelle).

 

Lühnsdorf

… beim Dorfrundgang erleben (nur So., 10–17 Uhr). Die sanierte Kirche ist zur Besichtigung geöffnet. Dorfrundgang mit Fritz Moritz um 10:35 Uhr, Treffpunkt Bushaltestelle. Landhaus Alte Schmiede, Dorfstr. 13 (Sa., So., 12–21 Uhr): Landhausküche mit saisonalen Zutaten aus der Region, Garten mit Streichelzoo.

Wanderung über Buchholz nach Rädigke (Sa., So., 10–17 Uhr). Treff: 13 Uhr ab Kirche Lühnsdorf nach Buchholz. In der Buchholzer Kirche: Bilder-Ausstellung von Lisa Vogel, Kaffee und Kuchen, herzhafter Imbiss und kalte Getränke, ab 15 Uhr dann in der Kirche Buchholz Wanderung nach Rädigke.  Anmeldungen unter 0176 43020035.

 

Niemegk

Offenes Rathaus, Großstr. 6 (Sa., So., 10–17 Uhr)
  • Individuelle Besichtigung eines der ältesten und schönsten Renaissance-Rathäuser Brandenburgs

  • Kaffee, Kuchen, Speisen und Kaltgetränke auf dem Marktplatz

 

Stadtführung in Niemegk, Kirchplatz (Sa., So.)

Kurze Stadtführung in Kirche und Rathaus

Treffpunkt: Kirchplatz, vor der Kirche, Dauer ca. 20 min

  • Nach Ankunft der Busse um 10:40, 13:40 und 15:40 Uhr

  • Spende von 1 € p. P. für einen guten Zweck

 

Stadtnahe Wanderung mit Dietmar Grünert (Sa., So., 10:40–13 Uhr)

Führung durch den historischen Stadtkern Niemegks bis zum alten Wasserturm, zur Postmeilensäule und weiter hinaus in eine weite Wiesenlandschaft mit schönen Ausblicken, Treffpunkt: Marktplatz

 

Offener Hof bei Dachdecker Lutsch, Großstraße 64 (Sa., So., 10–17 Uhr)

Ausstellung historischer Dachziegel und Werkzeuge auf dem Hof

 

St. Johannis-Kirche & die Königin der Instrumente von innen betrachtet, Kirchplatz (Sa., So., 10–18 Uhr)
  • Dreischiffiger neugotischer Backsteinbau

  • Die neu restaurierte Niemegker Baer-Orgel stellt das größte Musikinstrument im LK PM dar.

  • Führung immer zur vollen Stunde

  • Um Spenden zur weiteren Restaurierung der Orgel wird gebeten.

  • Ausstellung von Bildern, Geschichten und Material der Niemegker Chöre sowie über die Geschichte des Niemegker Orgelbaus seit 1787

 

Samstag, 14:30–15:30 Uhr:

  • „Bach und Mendelssohn“ Orgelkonzert, Johannes Stolte

 

Sonntag, 14:30–15:30 Uhr:

  • „Orgelmatinee“ bei Kaffee und Kuchen

 

 

Offener Hof mit Trödelmarkt und Vorführungen, Belziger Str. 3 (Sa., So. von 10–17 Uhr)
  • kleiner Flohmarkt auf dem Innenhof mit Handarbeit

  • Vorführung von Stuhlflechtarbeiten

 

Rädigke

Gasthof Moritz mit Fläming-Bibliothek & Pension, Hauptstr. 40 (Sa., So. ab 11 Uhr)

Genießen Sie regionale Küche im traditionsreichen Landgasthof. Eine Besonderheit ist die Fläming-Bibliothek im alten Saal.

Historische Landmaschinen und landwirtsch. Geräte auf dem Hof; Übernachtungsmöglichkeit, Tel. 033848 60292

 

Offener LothsHof, Hauptstraße 17 (Sa., So., 10-16 Uhr)

• Detailgerechte Sanierung eines Vierseithofes mit Dokumentation

• Darstellung der Historie von Rädigke auf sechs Schautafeln

 

Hofführung und Seifenmanufaktur im Dornberger Hof, Hauptstraße 43 (Sa., So., 10–16 Uhr)

Mit viel Enthusiasmus und Mut wurden gewachsene Baustrukturen erhalten und nun der Zeit entsprechend genutzt.

Seifenmanufaktur: Edle handgefertigte Seife und Pflege mit Zutaten aus Bio-Anbau, Fachinformation durch Ingrid Loebel.

 

Spur der Lesesteine - Führung mit Dr. Bernd Fredrich, (nur Sa., 11 und 13 Uhr)

Locker-leichter Spaziergang rund um das Dorf mit vielen komischen Gedichten und kurzen Erläuterungen zu den

Lesesteinen am Wege sowie etwas Dorfhistorie; Spenden werden gern gesehen. Treffpunkt: Gasthof Moritz, Dauer: ca. 1,5 Std. (1,4 km)

 

Raben

Zwischen 11 und 18 Uhr werden vielfältige kulinarische, kulturelle und handwerkliche Angebote auf dem Festgelände im historischen Ortskern präsentiert. Alte Handwerkstechniken wie Schnitzen, Töpfern, Spinnen oder Mehl mahlen werden vorgeführt. Neben Kartoffelspezialitäten - ob als Marmelade, Puffer oder Schnaps - erfreuen Wildbockwurst und frisch geräucherter Fisch den Gaumen. Tanzgruppen, Blasorchester und Chöre bieten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm für Alt und Jung. Während die kleinen Gäste beim Basteln, Karussell fahren oder Seidenmalerei aktiv werden können, haben Besucher die Möglichkeit, Handwerkern über die Schulter zu schauen und nach ausgefallenen Geschenken zu stöbern. Auch das Naturparkzentrum Hoher Fläming, die Kirche und die Burg Rabenstein laden zu einem Besuch ein. Eintritt frei.

 

Im Überblick:

• Keramik und Töpferwaren

• Korbwaren, Holzdesign, Stauden und Gewächse

• Fisch aus Flämingbächen frisch aus dem Rauch

• Spezialitäten von Damwild und Ziege

• Feinkost, Öle und Fruchtaufstriche

 

Rund um die Knolle

• Traditionelle Kartoffelspezialitäten von regionalen Köchen

• Kartoffeln direkt vom Acker

• Kartoffelsortenschau

 

Vorführungen von altem Handwerk und Brauchtum

• Spinnen, Filzen, Töpfern

• Holzkunst, Stellmacherei

• Müllerhandwerk

 

Unterhaltung

• Basteln, Seidenmalerei und mehr - nicht nur für Kinder

• Karussell, Ballwerfen und Entenangeln

• Buntes Programm mit Musik, Tanz, Gesang und vielen Überraschungen im Festzelt sowie in der Kirche

 

Besuchen Sie auch

• die Feuerwehr mit Familienprogramm

• die offene Kirche mit Konzerten

• das Naturparkzentrum mit Erlebnisausstellung

• die Burg Rabenstein mit Restaurant und Turm

 

 

Nutzen Sie die Chance und steigen Sie in den Bus und erkunden unsere schöne Heimat!
Besuchen Sie unsere Region auch an anderen Wochenenden und nutzen Sie die Burgenlinie.

[Faltblatt 48 Stunden]

[http://www.flaeming-havel.de/LAG-FH/Flaemingmarkt/K555.htm]

[http://www.flaeming-havel.de/LAG-FH/48-Stunden-Flaeming/K639.htm]

Foto zu Meldung: 8. und 9. September 2018: 48 Stunden Fläming + Flämingmarkt in Raben

48 Stunden Fläming und Flämingmarkt

(07.06.2018)

Besuchen Sie Kranepuhl, Lühnsdorf, Niemegk, Rädigke und Raben während der Aktion 48 Stunden Fläming!

 

Am 8. und 9. September können Sie den Naturpark Hoher Fläming bequem mit dem Bus erkunden. Auf der Fahrt entlang der „Burgenlinie“ gibt es viel zu entdecken. Erfahren Sie Spannendes aus der über 1000-jährigen Geschichte von Bad Belzig bei einer Stadt- und Burgführung und tauchen

Sie ab ins Mittelalter bei einem Besuch des Museums auf Burg Eisenhardt. In der Niemegker Kirche können Sie die Königin der Instrumente von innen betrachten und dem Klang der restaurierten Orgel lauschen. Besuchen Sie das Naturparkzentrum in Raben und wandern Sie zur Burg Rabenstein. Erleben Sie die Herrscher der Lüfte bei einem Besuch der Falknerei. (…)

 

15. Flämingmarkt in Raben

Am 8. und 9. September 2018 lädt der Rabensteiner Ortsteil Raben zum traditionellen Flämingmarkt mit einem bunten Bühnenprogramm ein. Im historischen Ortskern rund um das Naturparkzentrum erwartet Sie an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr ein quirliges Markttreiben mit Überraschungen

für den Gaumen und vielen Geschenkideen in stimmungsvoller Umgebung. Der Eintritt ist frei.

 

Die Flyer dazu werden zurzeit gedruckt. Haben Sie also noch ein bisschen Geduld.

[Karte]

[www.flaeming-havel.de]

Foto zu Meldung: 48 Stunden Fläming und Flämingmarkt

MAZ: Bücher gefragt wie warme Semmeln

(12.12.2017)

Es ist ein Selbstläufer: Wenn im Dorf Rädigke der Bibliotheksverein und der Lesezirkel zur Neuvorstellung aktueller Bücher einladen, ist der Saal des Gasthofes Moritz voll gefüllt. Rund 60 neue Werke werden vorgestellt. Anschließend finden sie reißende Nachfrage. Mancher Stammgast der Bibliothek nimmt für die Atmosphäre auch längere Anfahrten auf sich.

 

Weiter geht's unter http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Buecher-gefragt-wie-warme-Semmeln

 

 

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung

Veröffentlichung: 11.12.2017

MAZ: Kaum einer ackert so gut wie sie

(28.04.2017)
 

Zwei Nachwuchslandwirte aus dem Hohen Fläming sind beim Landesfinale des Berufswettbewerbs unter den besten zehn von insgesamt 200 Teilnehmern gelandet. Niklas Konicek aus Kranepuhl hat es auf den neunten, Richard Preuss aus Mörz auf den zehnten Platz geschafft.

 

Bei dem Wettbewerb treten die Azubis in einer Reihe von Aufgaben aus der Tier- und Pflanzenproduktion gegeneinander an. Auf dem Areal der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung in Groß Kreutz mussten sie berufstheoretische Fragen beantworten, eine Tierbegutachtung durchführen und ein Gespann aus Schlepper und Hänger fachgerecht zusammenbringen und bewegen.

 

Richard Preuss würde gerne in Rädigke bleiben

Als besonders anspruchsvoll hat Richard Preuss die sogenannte Ackerbonitur empfunden. Dabei mussten die Teilnehmer raus aufs Feld und das Getreide auf Krankheiten untersuchen. „Ich hatte mich mit dem Thema vorher noch nicht befasst, auch in der Schule war das noch nicht dran“, erzählt der 18-Jährige. Mit seiner Platzierung ist der Mörzer dennoch „sehr zufrieden“.

 

Der Azubi ist derzeit im zweiten Lehrjahr bei der Agrargenossenschaft Hoher Fläming Rädigke-Niemegk. Dass er einmal Landwirt wird, war für Preuss schnell klar. „Ich bin auf dem Dorf groß geworden, wir haben Zuhause selbst ein paar Pferde, Hühner und Hasen“, erzählt er. „Der Bezug war einfach immer da.“ Er schätzt an seinem zukünftigen Beruf, dass er den Tag an der frischen Luft verbringt und immer Abwechslung hat. „Egal ob bei der Tier- oder Pflanzenproduktion: Wir arbeiten im Team, das gefällt mir.“ Auch nach Abschluss seiner Ausbildung möchte Richard Preuss gerne in Rädigke bleiben und kann sich vorstellen, noch den Meister zu machen. Dann könnte er später selbst Jugendliche zu Landwirten ausbilden.

 

Vielseitige Ausbildung fordert Einsatzbereitschaft

Sich nach der Lehre weiter fortzubilden hat auch Niklas Konicek im Sinn. Der 19-Jährige befindet sich auf der Zielgeraden: Im August schließt er seine Ausbildung zum Landwirt bei der Produktivgenossenschaft Flämingrind in Kranepuhl ab. Anschließend würde Konicek gerne Agrarmanagement studieren. Der gebürtige Lütter ist nicht auf einem Hof groß geworden, hat aber in seiner Freizeit oft in einem Reitstall in Baitz geholfen, wie er erzählt. „Mit der Zeit habe ich dann auch häufiger auf dem Acker mitgearbeitet oder beim Stroh ausfahren geholfen – da hat sich der Berufswunsch entwickelt.“ Auch der Umgang mit großen Maschinen wie Maisstreuer oder Ballenpresse gefalle ihm, sagt Niklas Konicek. „Ich finde es gut, dass mir als Azubi so viel Vertrauen entgegengebracht wird.“

Aber nicht nur die große Technik muss mögen, wer Landwirt werden will. Auch die verschiedenen Aufgaben der Tierproduktion spielen während der Ausbildung eine wichtige Rolle. „Fütterung, Mutterkuh- und Schweinehaltung – das muss man mögen, können und verstehen“, sagt Florian Schulze, Ausbilder bei der Agrargenossenschaft Rädigke-Niemegk. „Der Beruf ist sehr vielseitig, erfordert aber zum Beispiel auch die Bereitschaft, an Feiertagen zu arbeiten.“ Gerade im Bereich der Tierproduktion sei es daher zunehmend schwieriger, Leute zu finden.

 

Die besten Azubis fahren zum Bundesfinale

Das Bundesfinale des Berufswettbewerbs findet vom 11. bis 16. Juni im mecklenburgischen Güstrow statt.

Die besten Landwirtschafts-Auszubildenden aus dem Land Brandenburg treffen bei diesem Ausschied auf die Sieger aller anderen Bundesländer.

Die Brandenburger Landesfinalisten, neben den beiden Azubis aus dem Hohen Fläming, stammen aus Betrieben in Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark), Birkholz (Barnim), Herzberg (Ostprignitz-Ruppin) und Altlüderdorf (Oberhavel).

Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend läuft in den Sparten Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Forstwirtschaft, Tierwirtschaft und Weinbau.

Die Agrargenossenschaft Rädigke-Niemegk nutzt daher auch regelmäßig den Zukunftstag, an dem Jungen und Mädchen aus ganz Brandenburg in unterschiedliche Berufe reinschnuppern können. In diesem Jahr hatten sich wieder 27 Schülerinnen und Schüler auf dem Hof angemeldet. „Der Zukunftstag ist eine gute Gelegenheit, um über Landwirtschaft zu sprechen“, sagt Schulze. „Man muss sich schon strecken, um Lehrlinge zu bekommen und den künftigen Azubis was bieten. Und nichts ist wichtiger als aufzuklären, was wir hier machen.“

Insgesamt sei die Zahl der Auszubildenden in der Landwirtschaft in Brandenburg in den vergangenen Jahren gestiegen, sagt Sebastian Scholze, Sprecher und Bildungsreferent des Landesbauernverbands Brandenburg (LBV). „Der Trend geht außerdem zu Azubis, die von Haus aus keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben – wie bei Niklas etwa.“ Auch würden sich zunehmend mehr Gymnasiasten nach dem Abitur für eine Lehre und gegen ein Studium entscheiden, sagt Scholze. „Natürlich kann es punktuell immer zu Schwierigkeiten kommen und es gibt hier und da Betriebe, die keine Azubis finden. Aber auch der Berufswettbewerb zeigt, dass es noch Jugendliche gibt, die den Beruf des Landwirtes als Berufung begreifen.“

 

Von Josephine Mühln

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung

Veröffentlichung: 28.04.2017